Patrozinium und Mittelpunkt der Frohnbergfestwoche ist das „Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel“. Im Vorabendgottesdienst stellte Diakon Dieter Gerstacker das heilige Ehepaar Martin vor, Am Samstag wurden die Heiligen Juan Diegeo, um 10 Uhr Bernadette Soubirous und am Abend die Seherkinder Jacinte und Francisco Marto von Fatima als beispielhafte Glaubenszeugen vorgestellt. In guter Tradition bot der Sozialdienst Katholischer Frauen Kräuterbuschen gegen eine Spende an, die am Ende der Gottesdienste gesegnet wurden.
Der Freitagabend war den Paaren gewidmet und Diakon Dieter Gerstacker erinnerte an das Ehepaar Zélie und Louis Martin, die Eltern der Heiligen Theresia von Lisieux. Diese hatten ihre Ehe in Liebe Geduld, Einfachheit, Demut und Vergebung gelebt. Auch nachdem ihr erster Lebensentwurf, ins Kloster einzutreten, scheiterte, vier ihrer neun Kinder starben, lebten sie beispielhaft das Sakrament ihrer Ehe. Sie zeigten, wie so viele Paare, dass, wenn man „Gott mit ins Boot holt“, die eheliche Gemeinschaft „unschätzbaren Wert“ hat, selbst wenn nicht alles so läuft wie erhofft. Dann werde man Salz und Licht der Erde und es werde erfahrbar, „dass Gott es gut mit uns meint“. Pfarrer Michael Birner, Pfarrvikar Christian Preitschaft und Diakon Dieter Gerstacker boten im Anschluss noch in der Kirche Einzelsegnungen der Paare an. Marianne Moosburger und Martin Melchner luden alle zur „Beziehungsreise“ ein und verteilten passende Bierdeckel.
Den Hauptgottesdienst am Patrozinium begleiteten perfekt die sonoren Männerchöre Hahnbach und Ursulapoppenricht unter Jana Müller. Am Altar waren Diakon Dieter Gerstacker, Pfarrer Herbert Rösl und der Ortspfarrer Michael Birner predigte. Jeder kenne den Wunsch „Kommt gut heim!“ und jeder wolle in ein Zuhause zurückkommen, wo er in Liebe erwartet wird, begann er. Bleibende Hoffnung aller Gläubigen sei, wie Maria in eine endgültige Heimat im Himmel zu kommen. Dies sei auch das Ziel der armen Müllersrtochter Bernadette Soubirous gewesen, der in Lourdes 17-mal Maria erschienen ist. Entgegen allen Widerständen und Verspottungen habe sie auf den Hinweis der Gottesmutter hin mit den Händen eine Quelle ausgegraben, die bis heute heilendes Wasser und Hoffnung spende. Als einfache, bescheidene und kranke Ordensfrau sei sie schließlich mit 53 Jahren in Nevers gestorben und 1933 heiliggesprochen worden.
Auch der Frohnberg, so der Ortspfarrer, war und bleibe ein echter Gnadenort mit Anziehungskraft. Fragen und Zweifel auch dazu seien absolut normal, versicherte er. Auch könnten oft nur Maria und Gott letzte Antworten geben, doch dürfe man gewiss sein, „dass der Himmel für uns alle offensteht, aus dem uns Maria, die Mutter der Barmherzigkeit, die Hand reicht, um zu Jesus zu führen.“
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Am Abend stellte Pfarrvikar Christian Preitschaft das Geschwisterpaar Jacinta und Francisco Marto vor. Die beiden heiligen Seherkinder von Fatima hatten 1917 Marienerscheinungen, die sie tief geprägt und ihr Leben völlig verändert haben. Nach einem Blick in die Ewigkeit verkündeten sie: „Wenn die Menschen wüssten, was die Ewigkeit ist, würden sie alles tun, um ihr Leben zu ändern.“ Da der Mensch aber alles nur bruchstückhaft erfassen könne, so der Pfarrvikar, solle er auch mal Wunder Wunder sein lassen. Das Wichtigste sei, das Ziel, den Himmel, nicht aus den Augen zu lassen und sich immer wieder neu daraufhin auszurichten.
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